Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation
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Ausgabe Dezember 2012
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Bekannte Persönlichkeiten und Fachleute aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und anderen Organisationen äußern sich zum wirtschaftlichen Nutzen von Frauenförderung.

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie übernimmt Verantwortung und gibt Impulse für verschiedenste betriebliche Lösungsmöglichkeiten zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Das zeigt sich auch in der Sozialpartnervereinbarung „Für eine chancengleiche und familienbewusste Personalpolitik“ mit dem Bundesarbeitgeberverband Chemie, die für die Betriebsparteien wichtige Weichen stellt, um Frauen und Männern eine Balance von Beruf und Privatleben zu ermöglichen. Betriebsräten und Vertrauensleuten kommt dabei eine Schlüsselstellung zu. Oft sind sie die Motoren, die nachhaltig und sachorientiert passgenaue Modelle gemeinsam mit den Arbeitgebern entwickeln.
Urheber des Zitats: Edeltraud Glänzer, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie

„Die Rekrutierungsstrukturen der Universitätsmedizin sind noch immer männlich dominiert und die zeitlichen Anforderungen des Arztberufes machen es Frauen in der Familiengründungsphase noch schwerer als Männern, Karriere an Universitätsklinika zu machen. Die Charité hat deshalb ein Familienbüro eingerichtet und flexible Möglichkeiten zur Kinderbetreuung geschaffen. Weibliche Führungskräfte und gemischte Teams auf allen Hierarchieebenen führen nachweisbar zu größerer Arbeitszufriedenheit und einem auch rechnerisch besseren Unternehmensergebnis der Charité."
Urheber des Zitats: Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité Universitätsmedizin Berlin

„Die deutsche Wirtschaft sollte ihre Führungsebenen für Frauen öffnen, denn zahlreiche internationale Studien beweisen den Zusammenhang zwischen einem ausgewogenen Frauenanteil in der Unternehmensleitung und dem wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Durch mehr Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen gibt es eine effektivere Ausschöpfung der vorhandenen Potenziale. In den Führungsgremien halten so unterschiedliche Perspektiven Einzug und Entscheidungen werden ausgewogener getroffen – das wiederum erhöht die Eigenkapital- und Anlagenrendite.“
Urheber des Zitats: Petra Ledendecker, Präsidentin des Verbandes deutscher Unternehmerinnen

- Weil exzellente Wissenschaft unabhängig vom Geschlecht ist und Vielfalt die Qualität von Forschung fördert;
- weil diese Frauen Vorbilder für die vielen hochqualifizierten Nachwuchswissenschaftlerinnen sind und bedeutende Innovationen durch vielfältige Perspektiven möglich machen;
- weil der Wissenschaftsstandort Deutschland zur Lösung der globalen Herausforderungen die besten Köpfe gewinnen muss.
Urheber des Zitats: Prof. Dr. phil. Carmen Leicht-Scholten, Leiterin des Fachgebiets „Gender und Diversity Management in den Ingenieurwissenschaften" am Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik der TU Berlin

„Es ist nicht nur eine ökonomische Frage um Frauen und Männer gleichberechtigt in Führungspositionen zu haben. Die gesamte Gesellschaft würde davon profitieren, wenn dieser große Anspruch verwirklicht würde. Meine persönliche Erfahrung mit Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft bestärkt mich in meiner Ansicht. Allerdings gehört dazu insbesondere, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf allen Ebenen verwirklicht wird und sich nicht nur in Sonntagsreden wiederfindet."
Urheber des Zitats: Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

„Das innovative Potential der berufstätigen Frauen in zahlreichen Branchen und Hierarchieebenen wird öffentlich sichtbar, nicht zuletzt auch durch die Vielfalt der geförderten Projekte. Und die Projekte haben das Potenzial, durch konkrete Maßnahmen zur betrieblichen Gleichstellungspolitik die Arbeitsqualität für Frauen zu verbessern und die Grundlage zu bilden für einen aktiven Transfer in andere Branchen.“
Urheber des Zitats: Margret Mönig-Raane, stellvertreterende Vorsitzendende von ver.di und Mitglied der Steuerungsgruppe

„Vielfalt fördert vor allem den Zusammenhalt im Team und im Unternehmen. Sie fördert außerdem die Kreativität und steigert die Effizienz. Ein Aspekt dabei ist, mehr Frauen in Führungsverantwortung zu bringen. Unternehmen mit einem hohen Anteil an weiblichen Führungskräften erzielen bessere Ergebnisse - das belegen nicht nur Studien, sondern auch unsere praktische Erfahrung im Alltag. Die vielen unterschiedlichen Ansätze im Denken schaffen eine produktivere Gesamtatmosphäre, sorgen für ungewöhnliche Blickwinkel und bringen oft schnellere Problemlösungen. Allein deshalb ist es wichtig, beide Geschlechter in möglichst vielen Positionen und Hierarchien zu haben, Diversität kommt allerdings nicht von allein. Wichtig ist, dass Geschäftsführung, Direktion, Management und auch die Arbeitnehmervertretungen sich der positiven Effekte der Vielfalt bewusst sind, sie gezielt fördern sowie eine entsprechende Infrastruktur schaffen, um Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen die Arbeit in unserem Unternehmen zu ermöglichen. Dazu brauchen wir flexible Arbeitszeitmodelle und schaffen die strukturelle Basis, die eine gute Balance zwischen Beruf und Privatleben ermöglicht."
Urheber des Zitats: Joachim Pfaffmann, Personaldirektor Michelin Reifenwerke

„Wir können uns ein „Vogel-Strauß-Wegducken“ nicht länger leisten. Klug gemischte Entscheidungsteams sind innovativer, produktiver und geschäftlich erfolgreicher. Zum zweiten zwingt die akut spürbare Entwicklung des Arbeits- und Talentmarktes, sich offensiv um weibliche Talente zu bemühen. Last – und keineswegs „least“ – sind Unternehmen, die den Anspruch einer nachhaltigen Unternehmensführung für sich reklamieren, unglaubwürdig, wenn sie Frauen und Männer nicht gleich fair behandeln.“
Urheber des Zitats: Thomas Sattelberger, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Telekom AG

„Viele Frauen sind hervorragend ausgebildet und hoch motiviert. Die Commerzbank möchte sich dieses Potenzial erschließen. Denn Studien belegen: Unternehmen mit einem gemischten Führungsteam sind erfolgreicher. In den vergangenen Jahren haben bei uns immer mehr Frauen verantwortungsvolle Aufgaben übernommen. Sie sind aber noch nicht so stark vertreten, wie es ihren Qualifikationen entsprechen würde. Das wollen wir ändern."
Urheber des Zitats: Ulrich Sieber, Mitglied des Vorstands (HR und Integration) der Commerzbank AG

„Nicht zuletzt wegen des demographischen Wandels und seiner Auswirkung auf den Arbeitsmarkt können wir nicht auf die Kompetenz und Motivation von Frauen verzichten. Es sollte uns aber nicht um einen höheren Frauenanteil allein, sondern generell um mehr Diversifikation gehen. Denn gemischte Teams funktionieren besser als monokulturelle.“
Urheber des Zitats: Regine Stachelhaus, Personalvorstand der E.ON AG

„Frauen fehlen vor allem in Führungspositionen. Mehr und mehr Unternehmen gehen nun voran. Denn Frauen werden dringend in Unternehmen gebraucht, aus demographischen Gründen, aber vor allem wegen ihrer Fähigkeiten zur Problemlösung und Innovation.“
Urheber des Zitats: Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D.

„Natürlich gilt Gleichstellung für alle Lebensbereiche, aber gerade die so genannten Männerdomänen sind besonders gefordert, diese umzusetzen. Im Sport haben sich die Frauen durch ihre herausragenden Leistungen längst in vielen Bereichen durchgesetzt. Auch in der klassischen Männerdomäne Fußball haben ihre Erfolge ihnen viel Respekt und Anerkennung eingebracht. Deshalb muss diese weibliche Note auch dort, wo Sport verwaltet wird, sichtbar werden. Schließlich können Frauen durch ihre besondere Art, an manche Dinge heranzugehen, einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass der Sport in einer menschlichen Gesellschaft wertorientiert seine ganze Stärke ausspielen kann.“
Urheber des Zitats: Dr. Theo Zwanziger, ehemaliger Präsident des Deutschen Fußball-Bundes